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Torrone Rezept

Torrone
Torrone

Torrone @iStockphoto/roberto bucci

Naschkatzen aufgepasst. Hier kommt ein Gaumenschmeichler besonderer Art: Torrone, auch als weißer Nougat oder Türkischer Honig bekannt. Über die Herkunft des Torrone wird leidenschaftlich gerungen. In Italien konkurrieren sogar einzelne Regionen um Platz eins. Der Benevento beansprucht ebenso für sich, den Torrone zum ersten Mal hergestellt zu haben, wie Sardinien und Cremona.

Tatsache ist allerdings, dass es die Araber waren, die Mandeln, Feigen, Datteln und Zitrusfrüchte nach Europa brachten, wo sie bis dahin völlig unbekannt waren. Daher ist eher zu vermuten, dass die Köstlichkeit ursprünglich aus der arabischen Welt stammt. In Spanien wird der Turrón nachweislich seit dem 16. Jahrhundert, wenn nicht gar früher, hergestellt. In Frankreich kennt man die Köstlichkeit als Nougat de Montélimar, in Portugal als Torrão und im Iran als Gaz.

Während in Spanien der Turrón als traditionelle Weihnachtssüßigkeit gilt, naschte man den Torrone in Italien bislang vorwiegend im Sommer. Das genügte den Schleckermäulern irgendwann nicht mehr. Und so entstand auf Sardinien an Ostern die Sagra del Torrone. Cremona hat im November seine Festa del Torrone und in der Dolomitenortschaft Madonna di Campiglio im Trentino feiert man die Torrone ad alta quota, also den Torrone in großer Höhe. Dort können Touristen den Bäckern bei der Herstellung über die Schulter schauen und natürlich gleich probieren. Und damit geht es jetzt auch los mit der

Zubereitung der Torrone

Der klassische Torrone bestehend aus Mandeln, Zucker, Honig, Eiweiß, Orangeat, Vanillezucker und Oblaten. Die Mandeln müssen etwa fünf Minuten im kochendem Wasser sprudeln. Danach erkalten lassen, die Schale entfernen und bei 220 Grad (Umluft) im Ofen rösten. Inzwischen die beiden Eiweiße steif (so steif, dass man sie schneiden kann) schlagen, Zucker, Honig (flüssig) und Vanillin dazugeben und rühren, bis eine sämige Creme entsteht. Die Masse für 90 Minuten in ein heißes Wasserbad stellen. Wichtig: Regelmäßig umrühren, damit nichts am Topf kleben bleibt. Gegen Ende der Kochzeit die Mandeln und das Orangeat gut unterrühren, dann vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

Eine flache Auflaufform mit Oblaten belegen und die Torrone-Creme etwa zwei Zentimeter dick draufstreichen. Die Oberfläche ebenfalls mit Oblaten abdecken und leicht andrücken. Nach dem Erkalten in kleine Quadrate oder Rechtecke schneiden. Fertig ist das Zuckerwerk.

Tipps
Zum Grundrezept gibt es natürlich endlose Variationen. Statt der Mandeln lassen sich alle möglichen Nussarten verwenden, wie Hasel- oder Walnüsse, (immer die Haut entfernen), Pistazien, Erdnüsse oder Pinien. Ebenso kann mit Früchten, Trockenobst und Schokolade experimentieren.

Eine Alternative zu Oblaten ist Backpapier für die Auflaufform. Sollte die cremige Masse zu sehr kleben, die Form in den Kühlschrank stellen. So lässt sich das Backpapier leicht abziehen.

Zum Schneiden eignet sich am besten ein Messer mit Wellenschliff, wie es Brotmesser haben.

Portionen: 1
Schwierigkeitsgrad: einfach
Zubereitungszeit: 30 Minuten

Zutaten:
500 g Mandeln
250 g Honig, flüssig
400 g Zucker
2 Eiweiß
50 g Orangeat
2 Tüten Vanillezucker
30 Oblaten

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